Facegirl Lakshika

Seit vielen Jahren helfen wir den Ärmsten der Armen in Sri Lanka, dass ihre Kinder durch eine Patenschaft eine gute Schulausbildung erhalten können.

Im März 2005 kamen Dorfbewohner aus dem Kegalle-District und brachten uns eine Großmutter mit ihrer Enkeltochter und baten um Hilfe für die Beiden. Sofort war uns bewusst, dass wir dort helfen sollten - Lakshika wurde eines unserer Patenkinder. Anbei ihre bewegende Geschichte:

Opfer eines tragischen Geschehens

Lakshika, die auf dem Foto zu sehen ist, war und ist Opfer eines tragischen Geschehens.

Ihre Mutter wurde – als sie mit ihr schwanger war – von ihrem Vater verlassen. Aus Verzweiflung nahm sie Gift. Die Dosis hat zum Glück nicht gereicht, um Mutter und Kind zu töten, doch um Lakshika's Gesicht bemitleidenswert zu entstellen. Die Mutter hat die Situation nicht ausgehalten und ist davongelaufen. So lebt Lakshika von Geburt an bei ihrer Großmutter.

Bei unserer ersten Begegnung im März 2005 war die Kleine 9 Jahre alt – ihr Gesicht war entstellt. Es kostete uns viel Mut, um ihr in die Augen zu blicken und ihre wahre Schönheit zu erkennen. Inzwischen hat sie zwei Operationen hinter sich. Sie kann endlich hören und sieht schon viel besser aus, wie es das Foto zeigt. Ihr Leben hat sich verändert, das Umfeld reagiert anders auf sie.

Lakshika und ihre Grpßmutter brauchen unsere Hilfe

Lakshika ist eine gute Schülerin geworden und eine Supersportlerin, die viele Preise gewinnt.

Das ist die eine Seite. Die andere Seite waren die Umstände, unter denen Lakshika und ihre Großmutter leben mussten. Wie auf den nächsten Fotos zu sehen ist, hausten die Beiden in erbärmlichen und menschenunwürdigen Verhältnissen.

Ihre „Plastikhütte“ wurde beim geringsten Regenguss überschwemmt. Es gab keinen Tisch, keinen Stuhl, keinen Schrank..., nur ein Bett, das direkt neben der offenen Feuerstelle stand.

Lakshika hatte zwar mit Hilfe unserer Organisation seit 2005 liebevolle Paten gefunden, so dass wenigstens die Kosten des Schulbesuchs gedeckt wurden – die armseeligen Lebensumstände waren jedoch unverändert. Die Großmutter versuchte schon immer aus eigener Kraft, durch die Annahme von Gelegenheitsarbeiten z. B. Tee pflücken die finanzielle Situation der Beiden zu verbessern. Ihre körperliche Verfassung ist jedoch mittlerweile durch die großen Belastungen, welche auf ihren Schultern lasten, sehr schwach und oftmals krank. Dann ist es ihr nicht möglich zu arbeiten. Die Mutter – inzwischen wieder verheiratet – hat ihre Tochter und Mutter nie wieder besucht, geschweige denn finanziell unterstützt. Der singalesische Staat zahlt monatlich umgerechnet 300,- Rupien = 2,- Euro. Davon kann man gerade 2 1/2 Kilo Reis kaufen. Gelegentlich kommt Hilfe von Nachbarn, welche uns auch auf diesen „Fall“ aufmerksam gemacht hatten.

Spenden die etwas bewirken

Lakshika muss bis heute regelmäßig, einmal im Monat eine lange Reise mit dem Bus nach Kandy ins Krankenhaus unternehmen und viel Geld für Arzneimittel ausgeben.

Im Mai 2012 wurde uns durch einen hilfsbereiten Nachbarn, ein kleines Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt, wo wir für die Beiden, mit Hilfe von Spenden begannen ein kleines, bescheidenes Häuschen zu bauen und mit ein paar einfachen Möbeln einzurichten. Die Gesamtkosten betrugen nach Abschluß aller Arbeiten rund 6.000,- €.

Voller Freude und innerem Glück haben wir gemeinsam mit Lakshika und ihrer Oma den Tag des Einzugs erlebt. Strahlende Gesichter und friedvolle Herzen voller Dankbarkeit waren um uns, als das Häuschen nach mehrmonatiger Bauzeit eingeweiht wurde. Ein großer Schritt in ein menschenwürdigeres Leben ist gegangen.....

Wir wünschen Beiden von Herzen alles Gute und sind mit Ihnen!