Das Schulsystem in Sri Lanka

In Sri Lanka besteht, genau wie in Deutschland, die Schulpflicht. Wir möchten Ihnen das dortige Bildungssystem ein bisschen genauer erklären:

  • Im Alter von 3 Jahren kommen die Kinder in die Vorschule. Dort werden sie auf die Grundschule vorbereitet. Ab 5 Jahren besuchen sie die Grundschule. Grundsätzlich geht jedes Kind in die nächstliegende Dorfschule.

  • Mit 10 Jahren, in der fünften Klasse, legen sie eine staatliche Prüfung ab. Wenn sie diese bestanden haben, werden sie – entsprechend ihrer Noten – den besseren staatlichen Schulen in der Stadt zugewiesen.

  • In der elften Klasse (mit 16 Jahren) legen die Kinder die Prüfung zum „Ordinary Level“ (O/L = Mittlere Reife) ab. Nur wenn diese erfolgreich bestanden wird, können die Schüler weiter lernen und das Abitur (A/L) machen. Um die „Mittlere Reife“ zu erreichen, müssen die Schüler die Prüfungen von mindestens drei Fächern erfolgreich absolvieren. Das Fach Mathematik muss bestanden werden. Wenn der Schüler diese Leistungen erbringt, darf er sich seinen Schwerpunkt für das Abitur selbst aussuchen. Die Prüfung zum O/L findet jedes Jahr im Dezember statt. Wenn sie beim ersten mal nicht bestanden wurde, ist es möglich einmal zu wiederholen. Danach gibt es nur noch die Möglichkeit die „Mittlere Reife“ auf einer Privatschule nachzuholen.

  • Nach der erfolgreichen Prüfung zum O/L findet die Prüfung zum Abitur (A/L) in der 13. Klasse, im Alter von 19 Jahren, statt. Diese Prüfung wird jedes Jahr im August abgehalten und kann ebenfalls einmal wiederholt werden (danach nur auf einer Privatschule). Die Ergebnisse des Abiturs werden erst im März des daraufvolgenden Jares veröffentlich. Um die Universität besuchen zu können, muss die Prüfung mit sehr guten Noten abgeschlossen werden.

  • Da die Lehrer in Sri Lanka nicht sehr gut verdienen, verlangen sie von allen Kindern nachmittags die kostenpflichtige „Nachhilfe“ in Anspruch zu nehmen. Dort wird ihnen der für die Prüfungen notwendige Lehrstoff nahe gebracht, und nur so können sie die erforderlichen Schulnoten erreichen. Demzufolge bedeutet es nicht, dass Ihr Patenkind nicht gut in der Schule ist und deshalb zur Nachhilfe muss.

  • Jedes Jahr im August finden die Abiturprüfungen statt. Die Ergebnisse werden den Schülern erst im März des darauffolgenden Jahres mitgeteilt.

  • Für die Universität müssen sich die Abiturienten dann innerhalb einer Frist bewerben. Die Hochschulkommission teilt den Schülern daraufhin, je nach Leistung, ein Studienfach zu.